Es gab einige bemerkenswerte Öffnungen in Bezug auf die Meinungsfreiheit und die Arbeit der Justiz durch Lourenço, und er dient unter dem Motto “korrigieren, was schlecht ist, verbessern, was gut ist”. Eines der dringendsten Probleme, nämlich die Dezentralisierung, wird jedoch voraussichtlich auch unter Lourenço fortbestehen.

Die größte Herausforderung bleibt die oft beschworene Diversifizierung der Wirtschaft und, damit verbunden, die Bekämpfung der eklatanten sozioökonomischen Ungleichheiten, mit denen Angola konfrontiert ist. Eine Einigung mit dem IWF könnte jedoch die Investoren beruhigen, kurzfristige Liquiditätsprobleme lösen und langfristig die Haushaltstransparenz verbessern.

Trotz guter Symbolpolitik wie der Einladung von Aktivisten der Zivilgesellschaft in den Präsidentenpalast, die eine bemerkenswerte Abweichung von den Jahren von dos Santos darstellte, scheint ein echter, konstruktiver Dialog mit den parlamentarischen und außerparlamentarischen Oppositionskräften noch in weiter Ferne zu liegen.

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