Das Medienumfeld in Bulgarien hat sich in den letzten Jahren durch eine Zunahme von Gewalt gegen Journalisten und „Hassrede” erheblich verschlechtert. Die mangelnde Transparenz der Eigentumsverhältnisse von Medienunternehmen bleibt ernstes Problem, ebenso wie Medienmonopole, die Verschmelzung von Medien und Politik und die mangelnde Transparenz der Finanzierungsquellen.

Die bulgarische Wirtschaft konnte in den Jahren 2017 und 2018 ein ansehnliches Wirtschaftswachstum vorweisen, insbesondere verglichen mit den schlechten Ergebnisse der Eurozone. Der Rückstand zur durchschnittlichen Beschäftigungsquote der EU ist größtenteils aufgeholt. Dennoch bleibt Bulgarien der ärmste EU-Mitgliedsstaat mit der mit Abstand größten Ungleichheit.

Eine heterogene Regierungskoalition mit oft unvereinbaren Werten und Zielen hat dazu geführt, dass sich zahlreiche Aspekte der Regierungsführung nicht wesentlich verbessert haben. Die Politikkoordination wurde durch politische Skandale und Fehler bei der Politikgestaltung zusätzlich erschwert.

Gesamten Länderbericht anzeigen