Die Zentralverwaltung und die lokal gewählten Organe werden seit langem der Ineffizienz, der Korruption und des Klientelismus beschuldigt. Oftmals müssen sich zivilgesellschaftliche Organisationen auf persönlichen Einfluss oder Protest verlassen, um die Verwaltung zum Handeln zu zwingen.

Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern hat zugenommen. Obwohl Frauen einen deutlich höheren Zugang zur Hochschulbildung haben, sehen sie sich beim Zugang zum Arbeitsmarkt erheblichen Hindernissen gegenüber und stellen nur 18,3 % der Arbeitskräfte dar.

Die massive Verstädterung in den letzten 20 Jahren hat die öffentlichen Dienstleistungen Algeriens unter Druck gesetzt. Die daraus resultierenden sozialen Unruhen tragen zu voreiligen politischen Entscheidungen bei, wie z.B. die Subventionierung von Preisen, die Vergabe von Zuschüssen zur Sicherung der sozialen Ruhe oder, wie oft behauptet wird, zum “Kauf des Friedens”.

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