Politisch blieb Eritrea im Berichtszeitraum eine Diktatur, in der eine öffentliche politische Beteiligung unmöglich war, Bürgerrechte sowie Meinungs- und Versammlungsfreiheit fehlten und die Menschenrechte routinemäßig verletzt wurden.

Die eritreischen Behörden haben nach dem Friedensabkommen mit Äthiopien keinen Fahrplan für die Entwicklung aufgestellt, da der Staat nur unzureichend funktioniert. Andererseits tragen die Diasporasteuer und die privaten Überweisungen der Eritreer aus dem Ausland zur Stabilisierung des Regimes bei, indem sie die destruktive Wirtschaftspolitik der Regierung kompensieren.

Für eine große Zahl junger Eritreer scheint das Verlassen des Landes die einzige Möglichkeit zu sein, gegen die Politik des Regimes zu protestieren und trotz der Gefahren auf dem Weg zum Zielort ein menschenwürdiges Leben anzustreben.

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