Das politische System ist trotz des Regierungswechsels im Jahr 2016 und der zunehmenden Beliebtheit der Konservativen Volkspartei stabil geblieben. Strukturelle Zwänge wie die Ungleichheit der Geschlechter und der Bevölkerungsrückgang bleiben jedoch weiterhin erhebliche Herausforderungen.

Estlands Wirtschaft hat sich von der Rezession 2008/09 vollständig erholt und verzeichnete 2017/18 ein robustes Wachstum. Das Land hat eines der umsichtigsten öffentlichen Finanzsysteme in der Europäischen Union. Es hat die mit Abstand niedrigste Schuldenquote in der EU: 9 % des BIP im Jahr 2017, verglichen mit dem EU-Durchschnitt von 82 %.

2018 drohte die Regierungskoalition beinahe an der Auseinandersetzung um die Position des Landes zum UN Global Compact for Migration zu zerbrechen. Obwohl das Land das Abkommen schließlich unterzeichnet hat und seine Bevölkerung in den meisten Fällen sehr liberal und säkular eingestellt ist, löst ein potenzieller Anstieg von Einwanderung Ängste aus.

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