Übersicht Äquatorialguinea

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Die politische Schirmherrschaft ist so weit verbreitet und geht so tief, dass sie sich institutionalisiert hat. Politische Ämter sind in dem kleinen Ölstaat unrechtmäßig lukrativ und werden daher an die regimetreuesten Personen vergeben.

Wachsende Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung lassen vermuten, dass das Regime die Empfehlungen des IWF zur Diversifizierung der Wirtschaft weg von Kohlenwasserstoffen und hin zur Abhängigkeit von Steuereinnahmen aus der Landwirtschaft und nachgelagerten Energiebereichen wie Petrochemie, Fischerei und Tourismus beherzigen könnte.

Die strategischen Prioritäten der herrschenden Klasse sind nicht auf Demokratie und bestenfalls teilweise auf Marktwirtschaft ausgerichtet. Die politischen Prioritäten dienen fast ausschließlich dazu, das Überleben und die Bereicherung des Regimes zu sichern.

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