Die wirklichen Auswirkungen der Verfassungsreform sind noch nicht abzusehen, da sich in der Praxis nichts geändert hat: Der Präsident ist weiterhin für alle staatlichen Politiken und wichtige Personalentscheidungen zuständig.

Kasachstan hat bei der Öffnung seiner Wirtschaft und der Liberalisierung des grenzüberschreitenden Handels bedeutende Fortschritte gemacht, aber die faktischen Markteintrittsquoten bleiben niedrig. Grundlegende Mängel bestehen auf struktureller Ebene fort, d.h. geringer Wettbewerb, Preiskontrollen und handelspolitische Hindernisse.

Im Gegensatz zu vielen anderen postsowjetischen Ländern ist Kasachstan von lang anhaltender Instabilität verschont geblieben und hat es geschafft, die breite Akzeptanz des Nasarbajew-Prinzips “erst die Wirtschaft, dann die Politik” auf Kosten von kontinuierlichem Manövrieren und staatlicher Propaganda zu sichern.

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