Wellen von zivilgesellschaftlichen Protesten gegen das neue Steuergesetz, aber auch allgemeine Lebensbedingungen und staatliche Korruption wurden vom Staatssicherheitsapparat stark unterdrückt. Prominente Oppositionelle im Parlament und kritische Journalisten wurden verhaftet und beschuldigt, für Boko Haram zu arbeiten.

Trotz vielversprechender makroökonomischer Wachstumsraten und einer stabilen Inflationsrate leben die meisten Nigerianer weiterhin in bitterer Armut. Die öffentlichen Ausgaben und die öffentliche Verschuldung geraten zunehmend außer Kontrolle und bedrohen die langfristige fiskalische Stabilität.

Die geostrategische Lage Nigers und seine wachsende Bedeutung im Krieg gegen den Terror und die illegale Einwanderung nach Europa haben zu einem Zustrom von Gebermitteln und einer damit einhergehenden Verringerung der Reaktionsfähigkeit der Regierung auf die Bedürfnisse der Bevölkerung geführt.

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