Die absolute Monarchie bleibt praktisch unanfechtbar. Die Weigerung des Regimes, einen Premierminister oder/und einen Kronprinzen zu ernennen, und die übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen gegen die Demonstranten veranschaulichen die mangelnde Bereitschaft, auch nur ein kleines Maß an Macht zu verteilen.

Der starke Rückgang der Ölpreise seit Mitte 2014 hat die Staatseinnahmen erheblich verringert (die Gesamteinnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft haben sich zwischen 2014 und 2017 halbiert) und die omanische Wirtschaft erheblich unter Druck gesetzt.

Obwohl die omanische Gesellschaft entlang sozialer, ethnischer und regionaler Grenzen gespalten ist, ist es dem Regime gelungen, die Idee einer omanischen Nation als kollektiven Rahmen der Zugehörigkeit durchzusetzen. Die Macht des Staates und sein Beharren auf nationaler Einheit und Loyalität gegenüber dem Sultan hat lange Zeit jeden potenziellen gesellschaftlichen Konflikt abgemildert.

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