Die Unabhängigkeit und der Pluralismus der Medien ist stark zurückgegangen. Das bestehende System der Gewaltenteilung wird ernsthaft in Frage gestellt. Die Exekutive kontrolliert den Gesetzgebungsprozess weitgehend, indem sie die Abgeordneten der Opposition durch die häufige Anwendung beschleunigter Gesetzgebungsverfahren und späte Änderungen der legislativen Agenda außen vor lässt. Die Justiz ist nicht frei von politischer Einflussnahme und wird zudem von Ineffizienz, Vetternwirtschaft und Korruption geplagt.

Serbien verzeichnete 2018 einen geringen Haushaltsüberschuss, aber die öffentlichen Ausgaben für Zinszahlungen sind mit etwa 2,5% des BIP nach wie vor hoch. Die Reformen im Management der öffentlichen Unternehmen haben noch keine Ergebnisse erzielt, und die Privatisierung der staatlichen Unternehmen wurde nur teilweise durchgeführt.

Eine der schwierigsten Fragen, mit denen Serbien konfrontiert ist, hängt mit seiner Grenze und der Definition des Territoriums mit dem Kosovo zusammen. Der Prozess des „Brüsseler Abkommens” war 2018 zum Stillstand gekommen, und die Beziehungen zu den Ländern des Westbalkans haben sich im Berichtszeitraum verschlechtert.

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