Zwischen 2023 und 2025 hat Belarus Langzeitherrscher Lukaschenko seine autoritäre Konsolidierung weiter vertieft. Politische Repression, fehlender Pluralismus und die systematische Unterdrückung bürgerlicher Freiheiten prägen das politische System. Weder die Parlaments- und Kommunalwahlen 2024 noch die Präsidentschaftswahl 2025 erfüllten demokratische Mindeststandards. Polizei und Justiz dienen weiterhin als Instrumente staatlicher Kontrolle, während staatlich gelenkte Desinformation und Geschichtsrevisionismus die gesellschaftliche Polarisierung vertieften.
Trotz eines kurzfristigen Aufschwungs durch russische Militärverträge bleibt die Wirtschaft langfristig stagnierend. Westliche Sanktionen belasteten zentrale Wirtschaftssektoren, und Belarus ist zunehmend von Russland abhängig – sowohl beim Export als auch bei Energie und Finanzierung.
Die internationale Isolation verstärkte sich durch die enge Integration mit Russland und die erweiterte Kooperation mit China. Der Beitritt zur Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der Partnerstatus in den BRICS unterstreichen die strategische Ausrichtung auf autoritäre Verbündete.