Dschibuti ist ein stabiler Staat mit einer autoritären Regierung unter Präsident Ismaël Guelleh, der seit 1999 im Amt ist und bei den Präsidentschaftswahlen 2021 erneut antreten will. Insgesamt hat die Regierung keine wesentlichen Änderungen ihrer politischen Agenda vorgenommen.

Reformen zur Förderung der Entwicklung des Privatsektors haben bisher nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Das hohe Maß an Korruption und die unsichtbaren Marktzutrittsschranken beeinträchtigen unternehmerische Möglichkeiten. Staatliche Unternehmen und Firmenkonglomerate, die eng mit dem Präsidenten und seiner Familie verbunden sind, dominieren die Wirtschaft.

Der sozioökonomische Entwicklungsstand des Landes ist nach wie vor niedrig und die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hoch. Die Regierungsführung in Dschibuti ist von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen wie unrechtmäßigen Tötungen und der Inhaftierung von Oppositionspolitikern und Journalisten geprägt. China ist zu einem wichtigen Partner der Regierung bei der Entwicklung und Finanzierung der Infrastruktur geworden.

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