Die Politik des Regimes zielt weiterhin darauf ab, sein eigenes Überleben zu sichern. Die Wahlen für beide Parlamentskammern im Jahr 2020 waren weder frei noch fair. Verfassungsänderungen schränkten die Unabhängigkeit der Justiz ein und stellten das Militär faktisch über die Verfassung. Die Änderungen ebneten auch den Weg dafür, dass Präsident Abdel Fattah al-Sisi bis 2030 an der Macht bleiben kann.

Das rigorose Vorgehen des Regimes führte zu besorgniserregenden Rückschlägen für Partizipation und Menschenrechte. In Ägypten gibt es rund 60 000 politische Gefangene, und die Praktiken des Verschleppens, der Folter und der außergerichtlichen Tötung sind weit verbreitet. Darüber hinaus stehen die Medien weiterhin unter strenger staatlicher Kontrolle.

Die Wirtschaftsleistung wurde gestärkt, die Fiskal- und Währungsstabilität wurden verbessert. Ägypten wurde jedoch von COVID-19 schwer getroffen, sowohl was die Zahl der Infektionen und Todesfälle als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betrifft, die vor allem die unteren Einkommensschichten betreffen.

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