Der ehemalige sozialdemokratische Premierminister Zoran Milanović gewann die Präsidentschaftswahlen 2019. Im Januar 2020 übernahm Kroatien die EU-Ratspräsidentschaft. Die Parlamentswahlen 2020 führten zum Sieg der regierenden Mitte-Rechts-Partei Kroatische Demokratische Union und zu einer neuen Regierungsmehrheit sowie zu einer Marginalisierung der Rechtsextremen.

Trotz des durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Abschwungs und der anschließenden Erhöhung der Staatsausgaben ist die Arbeitslosigkeit nicht wesentlich gestiegen. Die Preise und die Inflationsrate sind stabil geblieben, und die Zinssätze sind weiter gesunken. Die Pandemie hat jedoch gezeigt, dass die Wirtschaft und die öffentlichen Einnahmen zu stark vom Tourismus abhängen.

Die Regierung hat ihre Politik des ausgeglichenen Haushalts fortgesetzt, es aber versäumt, große Strukturreformen durchzuführen, etwa in der öffentlichen Verwaltung oder im Gesundheitswesen. Korruption, Klientelismus und Interessenkonflikte in der öffentlichen Verwaltung sind vor allem bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf nationaler und lokaler Ebene zu beobachten.

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