Die Regierung unter Premierminister Mohammed Shia’ al-Sudani bewahrte ihren Zusammenhalt und vermied die politische Blockade, die frühere Jahre geprägt hatte. Größere Proteste blieben begrenzt, und die Koalition konnte Haushalte verabschieden und politische Entscheidungen mit weniger internen Hindernissen voranbringen.
Stabile Öleinnahmen stützten die wirtschaftliche Entwicklung, auch wenn die langjährige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen fortbesteht. Die Regierung förderte die Diversifizierung durch Investitionen in Infrastruktur, Reformen im Energiesektor und eine stärkere Handelspolitik gegenüber Golfstaaten und China. Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung verringerten Inflationsdruck, doch Investitionen jenseits des Ölsektors bleiben gering.
Die Regierungführung profitierte von einer verbesserten Sicherheitslage, ohne nennenswerte Rückkehr des Islamischen Staates und nur vereinzelten Angriffen in ländlichen Gebieten. Regionale Spannungen, einschließlich Milizangriffen auf US-Einrichtungen, eskalierten nicht zu einem breiteren Konflikt. Wasserknappheit und Klimabelastungen blieben zentrale Herausforderungen und führten zu regionaler Kooperation und einer schrittweisen Ausweitung erneuerbarer Energieprojekte.