Nach schweren Protesten und Reformforderungen wurde im Mai 2020 inmitten der COVID-19-Pandemie eine provisorische Regierung unter dem ehemaligen Geheimdienstchef Mustafa al-Kadhimi als neuem Premierminister gebildet. Die Neuwahlen wurden auf Oktober 2021 verschoben.

Die Regierung ist aufgrund der starken Abhängigkeit von den Öleinnahmen und der Schwäche des Privatsektors nicht in der Lage, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes zu mildern. Die Sicherheitslage und die politischen Unsicherheiten im Irak machen das Land für ausländische Investitionen unattraktiv. Die Armut hat während der Pandemie dramatisch zugenommen, und die schätzungsweise 1,2 Millionen Binnenvertriebenen sind besonders betroffen.

Die insgesamt schwachen Verwaltungskapazitäten des Staates wurden durch die unzureichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie deutlich. Die fragile Sicherheitslage hat sich weiter verschlechtert, da es immer häufiger zu Angriffen der Miliz Islamischer Staat kommt. Außerdem hat die Einmischung des Irans in die inneren Angelegenheiten des Irak zugenommen.

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