Südkorea geriet ab Dezember 2024 in eine schwere politische Krise, als Präsident Yoon Suk-yeol das Kriegsrecht ohne verfassungsmäßige Verfahren ausrief. Der Versuch scheiterte, da sich Oppositionsparteien und die Zivilgesellschaft schnell mobilisierten und das Parlament den Beschluss aufheben konnte. Am 14. Dezember stimmte eine Zweidrittelmehrheit für die Amtsenthebung des Präsidenten, seine Befugnisse wurden ausgesetzt und eine gerichtliche Überprüfung eingeleitet.
Die Wirtschaft bleibt vergleichsweise stark. Investitionen in Infrastruktur und Forschung sichern die Wettbewerbsfähigkeit in grüner Technologie und digitalen Industrien. Eine schwache Währung und niedrige Realzinsen begünstigen den Export, während der private Konsum zugenommen hat. Die soziale Ungleichheit nimmt zu, besonders aufgrund hoher Wohnkosten.
Die Governance ist durch politische Fragmentierung und wachsende Spannungen mit Nordkorea eingeschränkt. Südkorea ist auf sicherheitspolitische Garantien der USA und offene Märkte angewiesen, während starke Feinseligkeit zwischen konkurrierenden Eliten Kompromisse und politische Umsetzung erschweren.