Übersicht Südkorea

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Im April 2020 hielt Südkorea als erstes Land während der COVID-19-Pandemie nationale Wahlen ab, die als frei und fair anerkannt wurden und die höchste Wahlbeteiligung seit 28 Jahren verzeichneten. Die Demokratische Partei von Präsident Moon und ihr Ableger, die Plattformpartei, errangen mit 180 von 300 Sitzen einen deutlichen Sieg.

Die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie waren gering. Aufgrund des hohen Anteils an irregulärer Beschäftigung, prekär Beschäftigten und Selbstständigen könnten die tatsächlichen sozialen Kosten der Krise jedoch höher sein. Die koreanische Wirtschaft konnte zwar die steigende Nachfrage nach IT-Produkten befriedigen, ist aber weiterhin stark von fossilen Brennstoffen abhängig.

Trotz ihrer starken Mehrheit im Parlament hat sich die Regierung schwer getan, die versprochenen institutionellen Veränderungen - Dezentralisierung der Macht, Verbesserung der Menschenrechte und Stärkung der Demokratie - umzusetzen. Anstatt die steigenden Wohnungspreise zu kontrollieren und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, beschäftigte sich die Regierung mit politischen Skandalen und häufigen Personalwechseln.

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