Die Regierung von Andrés Manuel López Obrador, die im Dezember 2018 ihr Amt antrat, hat das „Ende des Neoliberalismus” proklamiert. Dennoch gab es deutliche Signale, dass seine Präsidentschaft nicht viel vom bisherigen Modell abweichen wird. Allerdings konzentriert sich die Macht zunehmend in den Händen des Präsidenten.

Mexiko steht vor großen Herausforderungen bei der Verringerung von Armut und Ungleichheit, die durch das geringe Wirtschaftswachstum noch vergrößert wurden. Seit 2018 ist das Pro-Kopf-Wachstum des BIP negativ. Dies wurde durch die COVID-19-Pandemie noch verschärft, da Mexiko wirtschaftlich härter getroffen wurde als andere Länder des Kontinents.

Der Präsident hat die unabhängigen Institutionen, die ein gewisses Maß an Transparenz und Aufsicht über die Handlungen der Regierung gewährleisten, gezielt bekämpft und geschwächt. Die Regierung verhängte ein sehr strenges Sparprogramm, das die Kapazitäten und die Effizienz des Staates erheblich beeinträchtigte. Sie hat es versäumt, aktiv Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie zu ergreifen.

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