Übersicht Pakistan

Zur Region Asien und Ozeanien

In Pakistan fand politischer Wettbewerb unter stark eingeschränkten Bedingungen statt. Nach dem Sturz der vorherigen Regierung im Jahr 2022 wurden führende Mitglieder der abgesetzten Partei, darunter der ehemalige Premierminister Imran Khan, inhaftiert. Im Mai 2023 kam es zu massiven Protesten, die in gewaltsame Auseinandersetzungen und eine breite Repressionswelle mündeten. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen, und Kritik an der Regierung wurde strafrechtlich verfolgt. Neue Gesetze und Maßnahmen schränkten die Meinungsfreiheit, das Recht auf Versammlungen und die Unabhängigkeit der Justiz ein. Die verschobene Parlamentswahl im Februar 2024 galt als unfrei, da die größte Oppositionskraft stark in ihrem Wahlkampf behindert wurde. Die politische Lage blieb festgefahren, während das Militär seine dominierende Rolle weiter ausbaute.

Pakistan stand vor einer Zahlungsbilanzkrise infolge von Schuldenrückzahlungen, hohen Energiekosten und den Folgen der Flutkatastrophe 2022. Die Inflation erreichte zweistellige Werte, bevor die Regierung des Pakistan Democratic Movement von IWF-Programmen unterstützte Stabilisierungsmaßnahmen einleitete. Ende 2024 sank die Inflation deutlich, und Pakistan erzielte erstmals seit Jahrzehnten einen Haushaltsüberschuss. Strukturelle Schwächen blieben bestehen, darunter geringe Produktivität, begrenztes Exportwachstum, Rent-Seeking und unzureichende staatliche Einnahmen.

Die Regierungsführung war durch Sicherheitsrisiken und wirtschaftliche Stabilisierungsbemühungen geprägt. Militante Gewalt nahm in einigen Gebieten zu und führte zu erneuten Militäroperationen. Das Krisenmanagement stützte sich auf externe Finanzhilfen.

Gesamten Länderbericht anzeigen