Die Wahlen von 2024 markierten einen politischen Wendepunkt, da Unabhängige zur größten Minderheit in einer fragmentierten und polarisierten Nationalversammlung wurden. Die Amtseinführung von Präsident José Raúl Mulino spiegelte bestehende Spannungen wider, da rechtliche Anfechtungen seiner Kandidatur und seine Verbindung zu Ex-Präsident Ricardo Martinelli Misstrauen verstärkten. Anhaltende Korruption, geringe Transparenz und Proteste verdeutlichen den Ruf nach politischer Erneuerung.

Die wirtschaftliche Erholung fiel stärker aus als in vielen Ländern der Region, doch das Wachstum hat weder Armut noch Ungleichheit verringert. Strukturelle Belastungen bleiben bestehen, und die Migrationskrise im Darién-Gebiet setzt staatliche Kapazitäten unter Druck.

Governance-Herausforderungen bleiben erheblich. Reformschritte stießen auf Kritik wegen fehlenden Konsenses und geringer Wirkung für vulnerable Gruppen. Steigende Unsicherheit, schwache Sozialpolitik und langsamer Fortschritt bei Klimamaßnahmen haben die öffentliche Unzufriedenheit verstärkt. 

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