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Präsident Rodrigo Duterte hat die Philippinen in ein zunehmend autoritäres politisches System verwandelt und dabei eine formal demokratische Hülle aufrechterhalten. Er baute seine Macht aus, indem er die Opposition unterdrückte und die Gewaltenteilung außer Kraft setzte. Der politische Einfluss des Militärs und der Polizei nahm zu, und die Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten nahmen drastisch ab.

Schon vor der COVID-19-Pandemie ging das Wirtschaftswachstum zurück. Der weltweite Ausbruch der Pandemie traf die Philippinen hart, und im Jahr 2020 wurde eine negative BIP-Wachstumsrate von 9,5 % verzeichnet. Obwohl das Land immer noch als vielversprechender und stabiler Schwellenmarkt gilt, ist die Armut nach wie vor hoch.

Präsident Duterte war nicht in der Lage, längst überfällige Reformen des politischen Systems durchzuführen. Der Versuch, eine neue Verfassung auszuarbeiten, scheiterte am mangelnden politischen Willen. Größere wirtschaftspolitische Veränderungen blieben aus, und die Regierung verfolgte im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ein rigoroses Abschottungskonzept.

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