Übersicht Papua-Neuguinea

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In Papua-Neuguinea blieb die politische Lage von einer schwachen staatlichen Autorität und den Folgen der schlecht vorbereiteten Wahl von 2022 geprägt. Diese wurde von Gewalt und Verfahrensproblemen begleitet, während viele Wählerinnen und Wählern ausgeschlossen wurden. Umstrittene Ergebnisse lösten weiterhin Konflikte in Teilen der Highlands-Region aus. Hohe Kriminalität und anhaltende Unsicherheit schwächten zusätzlich die Fähigkeit des Staates, Ordnung durchzusetzen.

Die wirtschaftliche Entwicklung hing stark von Rohstoffen ab, während ein Mangel an Devisen und geringes Vertrauen von Investoren die Rahmenbedingungen belasteten. Inflation traf vor allem städtische Haushalte, während höhere Preise für Gold und landwirtschaftliche Produkte das Einkommen in ländlichen Gebieten stützten. Mehrere große Rohstoffprojekte verzögerten sich, und Devisenknappheit bremste die wirtschaftliche Aktivität. Finanzreformen im Rahmen eines IWF-Programms verbesserten das Schuldenmanagement.

Reformen der Regierungsführung konzentrierten sich auf mehr Transparenz, Maßnahmen gegen Korruption und eine stärkere Kontrolle öffentlicher Mittel. Dazu gehörte auch die Einrichtung einer unabhängigen Anti-Korruptionsbehörde. Allerdings blieb die Verwaltungskapazität begrenzt, und öffentliche Unzufriedenheit nahm zu – sichtbar in Unruhen, Unmut unter jungen Menschen und einer nur teilweise umgesetzten Reformagenda.

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