Der Angriffskrieg auf die Ukraine festigte Präsident Wladimir Putins System personalisierter Herrschaft weiter. Das Regime weitete Überwachung und Informationskontrolle aus und unterdrückte die letzten unabhängigen Stimmen. Oppositionelle wie Alexei Nawalny oder Dissidenten wie Jewgeni Prigoschin kamen unter politisch aufgeladenen Umständen ums Leben. Politischer Wettbewerb und Medienfreiheit sind stark eingeschränkt, während die Zivilgesellschaft unter strenger staatlicher Aufsicht agiert. Der Krieg ist zum zentralen Element der Staatsideologie geworden, gestützt durch patriotische Erziehung und die russisch-orthodoxe Kirche.

Die wirtschaftlichen Prioritäten bleiben auf geopolitische Ambitionen ausgerichtet und vernachlässigen Modernisierung und soziale Entwicklung. Die ressourcenbasierte Elitenherrschaft besteht fort, wirtschaftliche Reformen sind dem Streben nach Großmachtstatus untergeordnet.

Russland ist weitgehend vom Westen isoliert und sieht sich umfassenden Sanktionen gegenüber, die zentrale Wirtschaftssektoren und Entscheidungsträger betreffen. Dennoch pflegt das Land enge Beziehungen zu China, den BRICS-Staaten und Teilen des Globalen Südens, um seine wachsende internationale Isolation abzufedern.

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