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Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2020 wurde die regierende People’s Action Party mit 61,23 % der Gesamtstimmen wiedergewählt, was einen Rückgang von mehr als 8 % gegenüber der letzten Wahl im Jahr 2015 bedeutete. Gleichzeitig konnte die Opposition 10 Sitze hinzugewinnen, was die größte Anzahl an Mandaten seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1965 darstellt.

Die COVID-19-Pandemie verschärfte die ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in Singapur. Bis 2020 geriet das Land in eine schwere Rezession mit einer erwarteten Schrumpfung von -6,5 bis -6,0 %, was teilweise auf seine Abhängigkeit vom Handel und von strategischen Sektoren zurückzuführen ist. Maßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen erhöhten die Haushaltsdefizite.

Im Juni 2019 erließ die Regierung das Gesetz zum Schutz vor Online-Falschmeldungen und Manipulationen, das auch als „Fake News”-Gesetz bezeichnet wird und die bereits begrenzte Redefreiheit weiter einschränkt. Die COVID-19-Pandemie wurde auch dazu genutzt, die staatliche Kontrolle weiter auszubauen, indem elektronische Hilfsmittel nicht nur zur Verfolgung von Infektionen, sondern auch für strafrechtliche Ermittlungen eingesetzt werden.

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