Die politische Entwicklung der Slowakei war von Instabilität geprägt, mit drei Regierungen und drei landesweiten Wahlen. Nach den vorgezogenen Parlamentswahlen 2023 kehrte Robert Fico an die Macht zurück. Seine Regierung nutzte systematisch beschleunigte Gesetzgebungsverfahren, schwächte parlamentarische Kontrollmechanismen und verschärfte die politische Polarisierung.

Der Konsens über die soziale Marktwirtschaft erodierte weiter. Die öffentlichen Finanzen verschlechterten sich infolge gestiegener Ausgaben für Krisenbewältigung und Sozialpolitik. Neue dauerhafte Belastungen, darunter eine 13. Rente, erhöhten den fiskalischen Druck. Die Eurozonen-Mitgliedschaft blieb ein zentraler Stabilitätsfaktor.

Die Regierungssteuerung war durch erratische Politikprozesse und den Ausschluss von Expertinnen und Experten in der Konsultation geprägt, was zu weniger Kohärenz in der Politik führte. Außenpolitisch reduzierte die Regierung die Unterstützung für die Ukraine, kritisierte EU-Institutionen und nahm eine russlandfreundlichere Haltung ein, was die Verlässlichkeit der Slowakei in EU und NATO beeinträchtigte.

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