Das Regime - in erster Linie mit seinem eigenen Überleben beschäftigt - treibt die Militarisierung auf allen Ebenen voran. Die Vermischung politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Interessen deutet zwar auf gewisse Veränderungen hin, diese sind jedoch nicht auf eine Demokratisierung ausgerichtet, sondern dienen vielmehr der Kriegsführung und dem Konfliktmanagement.

Syrien erlebte einen raschen wirtschaftlichen Niedergang. Durch die Wirtschaftskrise im Libanon wurde die wichtigste Lebensader für Handel und Bankwesen abgeschnitten. Die Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Dienstleistungen betreffen die gesamte Bevölkerung - nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind mehr als 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

Alle Faktoren, die dem Aufstand zugrunde lagen und ihn ausgelöst haben, sind nach wie vor vorhanden, viele von ihnen sogar noch gravierender als zuvor. Die Missachtung der Würde der Bürger, ein noch nie dagewesenes Ausmaß an Korruption und das harte Durchgreifen selbst gegen loyale Journalisten der staatlichen Medien machen eine demokratische Öffnung in naher Zukunft unwahrscheinlich.

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