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Das extrem zentralistische Regime Turkmenistans ist eines der restriktivsten politischen Systeme weltweit und missachtet die Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten. Die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung spiegelt sich in einer zunehmenden Zahl von Protestaktionen und Auswanderungen wider. Die Regierung begegnet der wachsenden Unzufriedenheit mit einer noch stärkeren Verweigerung von Grundrechten und Freiheiten.

Das gasreiche Turkmenistan, das in einem engen Korsett staatlicher Regulierung operiert, befindet sich seit 2015 in einer schweren Wirtschaftskrise. Eine fehlgeleitete Wirtschaftspolitik hat die ohnehin schon schwierige sozioökonomische Lage weiter verschlechtert, was sich in einem deutlichen Anstieg der Armut zeigt. Die COVID-19-Krise - und die völlige Verleugnung dieser Krise durch die Regierung - hat die schlimme Lage noch verschärft.

Reformen in allen Bereichen der Gesellschaft sind in erster Linie kosmetischer Natur. Die Zusammenarbeit Turkmenistans mit ausländischen Regierungen hat sich auf den ersten Blick positiv entwickelt. Die Regierung ist jedoch bestrebt, das Ansehen des Landes zu verbessern, um Projekte finanziert zu bekommen und der Bevölkerung zu zeigen, dass die Politik Turkmenistans die Wertschätzung der internationalen Gemeinschaft genießt.

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