Turkmenistan bleibt eines der repressivsten Länder der Welt, geprägt von der absoluten Kontrolle durch Präsident Serdar Berdimuhamedov und seinen Vater, den Nationalführer Gurbanguly Berdimuhamedov. Die Verfassungsreformen von 2023 stärkten das herrschende Duumvirat, indem der ältere Berdimuhamedov die Leitung des Oberhauses des Parlaments übernahm. Das Regime behielt die strikte Kontrolle über Politik, Medien und Zivilgesellschaft und reagierte auf die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit verstärkter Repression.
Die wirtschaftliche Lage bleibt trotz offizieller Stabilitätsbekundungen angespannt. Das reale Wachstum lag bei rund 2 % und damit deutlich unter den Regierungsangaben. Armut, Arbeitslosigkeit und Lebensmittelknappheit nahmen zu, während die Inflation die Kaufkraft weiter minderte. Regierungsdaten gelten als unzuverlässig, und die Lebensbedingungen der meisten Bürger verschlechterten sich weiter.
Die diplomatischen Aktivitäten wurden leicht ausgeweitet, etwa durch neue multilaterale Abkommen und Kooperationen mit internationalen Organisationen. Diese Schritte bleiben jedoch weitgehend symbolisch und dienen vor allem der Imagepflege des Regimes und der Anwerbung von Investitionen in den Gassektor, nicht aber echten Reformen oder wirtschaftlicher Liberalisierung.