Die international anerkannte Regierung von Präsident Abdrabbuh Mansur Hadi hat schon vor Jahren die Kontrolle über den größten Teil des Landes verloren. Eine Vielzahl politischer Gruppen, militanter islamistischer Organisationen und Milizen haben die Macht übernommen und die Zersplitterung des Staatsapparats schreitet voran.

Politische Gewalt, Unterernährung und Krankheiten wie Malaria, Cholera und Dengue-Fieber plagen die jemenitische Bevölkerung. Das BIP-Wachstum ist negativ, die Inflation hoch und die Armut weit verbreitet. 80 % der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen von Menschen wurden vertrieben, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser oder zu Gesundheits- und Bildungseinrichtungen.

Die Entscheidungsfindung im Jemen beruht zumeist auf Vereinbarungen zwischen Einzelpersonen und zwischen sozialen und politischen Akteuren und nicht auf Regierungen. Während Hadi, Ansar Allah (die vom Iran unterstützt werden) und der Southern Transition Council (der mit der von Saudi-Arabien geführten Koalition verbündet ist) sich gegenseitig die Schuld zuschieben, wütet der Bürgerkrieg weiter.

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