Die politische Transformation Simbabwes hat sich weiter verschlechtert, da umstrittene Wahlen, anhaltende Repressionen und eine zunehmende Militarisierung demokratische Institutionen untergraben. Präsident Emmerson Mnangagwa hat die Macht zunehmend zentralisiert. Die Wahlen von 2023 entsprachen nicht internationalen Standards und vertieften bestehende Legitimationsdefizite. Repressive Gesetzgebung gegen die Zivilgesellschaft und die Manipulation parlamentarischer Mandate schwächten die Gewaltenteilung weiter und führten zur faktischen Ausschaltung der Opposition sowie zu einer parlamentarischen Mehrheit der Regierungspartei.
Die wirtschaftliche Lage bleibt fragil. Nach einer kurzen Erholung nach der Pandemie verlangsamte sich das Wachstum erneut infolge makroökonomischer Instabilität, extremer Inflation und starken Wechselkursdrucks. Klimabedingte Schocks, insbesondere die El-Niño-bedingten Dürren im Jahr 2024, verschlechterten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zusätzlich. Die Einführung einer neuen Währung im Jahr 2024 konnte das Vertrauen nicht wiederherstellen. Ihr rascher Wertverlust verdeutlichte die anhaltende monetäre Instabilität und strukturelle Verwundbarkeiten infolge hoher Verschuldung.
Die Regierungsführung ist durch eine starke Machtkonzentration innerhalb einer engen politisch-militärisch-wirtschaftlichen Elite geprägt, was Ressourceneffizienz und Konsensbildung beeinträchtigt. Zwar kam es zu Fortschritten im Dialog mit Gläubigern, das Ausbleiben substanzieller politischer und wirtschaftlicher Reformen begrenzt jedoch weiterhin die internationale Zusammenarbeit.