Die politische Macht in Aserbaidschan bleibt fest in den Händen der Herrscherfamilie konzentriert. Durch den Austausch langjähriger Funktionsträger gegen loyale Gefolgsleute hat Präsident Alijew die Kontrolle der Exekutive über alle staatlichen Bereiche weiter gefestigt. Die Repression gegen Oppositionsvertreter, zivilgesellschaftliche Akteure und unabhängige Medien hat sich verschärft, während die Wahlen 2024 in einem stark eingeschränkten Umfeld ohne echten Wettbewerb stattfanden.

Hohe globale Energiepreise stützten das Wirtschaftswachstum, doch die Abhängigkeit von Öl und Gas bleibt und macht den Großteil der Staats- und Exporterlöse aus. Die Bemühungen um wirtschaftliche Diversifizierung zeigen trotz Initiativen zur Stärkung der Rolle Aserbaidschans als Energie- und Transportknotenpunkt nur begrenzten Erfolg.

Nach der Rückeroberung Bergkarabachs im Jahr 2023 läuft der Wiederaufbau in den zurückgewonnenen Gebieten, doch die Spannungen mit Armenien bestehen fort. Trotz besserer politischer Koordination innerhalb des Regimes bleibt der Frieden fragil.

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