Nachdem Oppositionskandidaten bei früheren Wahlen weitgehend ausgeschlossen wurden, zog die Oppositionspartei Les Démocrates im Januar 2023 ins Parlament ein. Der parteilose Präsident Talon behält jedoch dank der Unterstützung verbündeter Fraktionen die politische Kontrolle. 2024 verabschiedete die Nationalversammlung ein umstrittenes neues Wahlgesetz für die Wahlen 2026. Die Oppositionsparteien bildeten daraufhin eine Allianz, um die Reform anzufechten und eine Überprüfung des Wählerregisters durchzusetzen, die von der Regierung Anfang 2025 genehmigt und finanziert wurde.
Die wirtschaftliche Strategie der zweiten Phase des Regierungsprogramms zielt auf industrielles Wachstum ab. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, darunter ein großer informeller Sektor, veränderte Geberstrukturen und die Grenzschließungen zu Niger, verzeichnet das Land stabile Wachstumsraten. Die Lebenshaltungskosten bleiben jedoch hoch.
Sicherheitsherausforderungen bestehen insbesondere im Norden des Landes aufgrund der Bedrohung durch islamistische Milizen. Die Regierung hat die Verteidigungsausgaben erhöht und ihre militärischen Partnerschaften diversifiziert. Dabei wurden die Kooperationen mit Ruanda, den USA und weiteren Partnern ausgebaut, während die Beziehungen zu Frankreich bestehen bleiben. Wirtschaftlich haben sich die Beziehungen zu Niger und Nigeria verbessert.