Nach den Herausforderungen und Bedrohungen für die brasilianische Demokratie unter Jair Bolsonaro hat sich die politische Lage seit 2023 stabilisiert. Die Regierung behandelt Oppositionsakteure wieder mit Respekt und achtet die Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Der Schutz der bürgerlichen und Menschenrechte hat sich deutlich verbessert, und die demokratischen Institutionen haben an Stärke zurückgewonnen.

Brasiliens wirtschaftliche Rahmenbedingungen blieben weitgehend stabil, bei leichter Leistungssteigerung und besseren Chancengleichheiten unter Lula. Indikatoren für Wettbewerbsfähigkeit, fiskalische Stabilität und Marktorganisation sind weiterhin stark, was Kontinuität statt strukturellen Wandel widerspiegelt.

Die Regierung erzielte Fortschritte in der Umwelt- und Bildungspolitik, stieß jedoch auf Widerstand der mächtigen Agrarlobby, insbesondere beim Schutz indigener Landrechte. Trotz eines fragmentierten Kongresses verbesserte Lula die politische Koordination, Konsensbildung und Maßnahmen zur Aufarbeitung der Militärdiktatur. International hat Brasilien an Glaubwürdigkeit gewonnen und engagiert sich wieder stärker regional und global, auch wenn die Herausforderung der Krise des lateinamerikanischen Regionalismus fortbesteht.

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