Präsident Mokgweetsi Masisi trat im April 2018 die Nachfolge von Ian Khama an, und seine Botswana Democratic Party (BDP) gewann die Wahlen im Oktober 2019. Damit hat die BDP ihre politische Führungsrolle trotz der Parteispaltungen von 2010 und 2019, die zur Gründung von Oppositionsparteien führten, beibehalten. Nach dem Amtsantritt von Masisi brach ein Streit zwischen Masisi und Khama aus, der das Land und seine Institutionen destabilisieren könnte.

Die COVID-19-Pandemie machte die wirtschaftliche Anfälligkeit Botswanas deutlich. Die Abhängigkeit Botswanas von Diamanten ist nach wie vor ein großes Problem. Die Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2020 aufgrund der schleppenden wirtschaftlichen Diversifizierung und der durch die Pandemie bedingten rückläufigen Einnahmen aus den Mineralien.

Die Regierung Khama hatte es versäumt, Reformen in Angriff zu nehmen. Masisi hat zwar versprochen, die Korruption zu bekämpfen, doch haben rechtlich bedenkliche Vorgänge die Zweifel an seinen Bemühungen verstärkt. Zudem kam es zu Einschränkungen der Pressefreiheit und vereinzelten willkürlichen Maßnahmen der Exekutive. Die Bekämpfung von Ungleichheit, Armut und Arbeitslosigkeit sowie die Förderung der wirtschaftlichen Diversifizierung bleiben von entscheidender Bedeutung.

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