Übersicht Zentralafrikanische Republik

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Nach dem Verfassungsreferendum von 2023, das die Exekutivgewalt stärkte, hat Präsident Faustin-Archange Touadéra seine Macht durch unbegrenzte Amtszeiten und erweiterte Ernennungsbefugnisse weiter gefestigt. Während Armee und verbündete Kräfte große Teile des Staatsgebiets zurückerobern konnten, bleibt der Staat institutionell schwach, und Menschenrechtsverletzungen dauern an.

Armut und extrem prekäre Lebensverhältnisse bleiben in der Zentralfrikanischen Republik allgegenwärtig. Weit verbreitete Vertreibungen, anhaltende Sicherheitsbedrohungen und die Folgen des Klimawandels verschärfen die Lage zusätzlich. Mangelhafte Infrastruktur und geringe ausländische Investitionen erschweren eine wirtschaftliche Erholung.

Militärisch kooperiert das Land mit Russland, Wagner-Kräften und Ruanda zur Bekämpfung von Rebellengruppen. Frankreich ist erneut ein wichtiger Entwicklungspartner. Gemeinsam mit internationalen Partnern wurde ein nationaler Entwicklungsplan für 2024–2028 beschlossen, doch die Umsetzung dringender Reformen wie effektiver Anti-Korruptionsmaßnahmen und der Ausbau öffentlicher Dienstleistungen bleibt aus.

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