Die Amtszeit von Miguel Díaz-Canel als Präsident seit 2018 begann mit einem bemerkenswert reibungslosen Führungswechsel. Die Regierung hat ihre wichtigsten politischen Prioritäten wirksam umgesetzt: die Verteidigung der nationalen Souveränität und die Aufrechterhaltung der Regimestabilität.

Sie hat am 1. Januar 2021 eine umfassende Währungs- und Wechselkursreform durchgeführt. Während die Exportsektoren von dieser Maßnahme profitieren werden, werden staatliche Unternehmen, die auf Importe und den Inlandsmarkt angewiesen sind, in die roten Zahlen rutschen und ihre Preise anheben müssen. In Erwartung eines Inflationsschocks hat die Regierung die Gehälter und Renten verfünffacht, aber die Inflation wird wahrscheinlich selbst diese außerordentliche Erhöhung wieder aufzehren.

Die Wirtschaft befand sich zwar schon vorher in einer Krise, doch die Pandemie führte zu einem erheblichen Einbruch des internationalen Tourismus, des wichtigsten Wirtschaftszweigs der Insel. Kuba ist das einzige Land in Lateinamerika, das eine eigene Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen betrieben hat. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, könnte Kuba im Laufe des Jahres 2021 seine Bevölkerung in großem Umfang impfen und damit zu einem sicheren Reiseziel werden.

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