2019 spaltete der Interessenkonflikt von Premierminister Andrej Babiš im Zusammenhang mit der angeblichen Veruntreuung von EU-Geldern das Land und führte zu massiven Protesten, bei denen sein Rücktritt gefordert wurde. Die Opposition hat ihre Zersplitterung überwunden und zwei Koalitionen (eine liberale und eine konservative) gebildet, die bei den Parlamentswahlen 2021 die Macht des Premierministers anfechten.

Das BIP des Landes wuchs 2019 weiter, während die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit und die Inflation vergleichsweise niedrig blieben. Im Jahr 2020 hatte die COVID-19-Pandemie jedoch enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft. So ging die Nachfrage zurück, und die Industrieproduktion sank um 5,6 %.

Die Bewältigung der COVID-19-Pandemie zeigte bestehende Schwachstellen in der Regierungsführung auf, wie die Gesundheitsversorgung oder die mangelnde Digitalisierung im Bildungsbereich. Sie hat aber auch die Stärken des Landes hervorgehoben, wie etwa einen leistungsfähigen institutionellen Rahmen, eine funktionierende Gewaltenteilung und zivilgesellschaftliches Engagement.

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