Die Autokratisierung Ungarns verfestigt sich immer mehr. Um die überwältigende systemische Begünstigung durch den institutionellen und politischen Rahmen zu überwinden und die amtierende Fidesz herauszufordern, einigten sich sechs Oppositionsparteien darauf, in allen 106 Einzelwahlkreisen für die Parlamentswahlen 2022 einen gemeinsamen Oppositionskandidaten aufzustellen.

Das Haushaltsdefizit und die Verschuldung Ungarns erreichten aufgrund der COVID-19-Pandemie einen historischen Höchststand. Damit wurde eine 25-jährige Höchstmarke überschritten, das Ausmaß zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 übertroffen und alle Bemühungen der Regierung um einen Schuldenabbau in den letzten zehn Jahren zunichte gemacht.

Die Abschaffung der institutionellen Kontrolle, die Beherrschung der Medienlandschaft und des öffentlichen Diskurses sowie informelle Machtnetzwerke und zentralisierte politische Korruption sind die Grundpfeiler der Herrschaft der Fidesz-Partei in Ungarn.

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