Die politische Entwicklung im Iran bleibt von Repression und einem gefestigten autoritären System geprägt. Nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi führten Neuwahlen Massud Peseschkian ins Amt, doch sein Einfluss ist aufgrund der dominierenden Rolle des Obersten Führers und der Hardliner äußerst begrenzt. Der weitere Machtverlust von Präsidentschaft und Parlament hat den innerelitären Wettbewerb beseitigt und zu einer politischen Blockade geführt, während gesellschaftlicher Unmut und vereinzelte Proteste anhalten.

Die sozioökonomische Lage hat sich weiter verschlechtert. Die Inflation bleibt extrem hoch, die Armut hat zugenommen und die Fähigkeiten der Regierung, soziale Notlagen abzufedern, sind zunehmend eingeschränkt. Weitreichende Energieengpässe im Winter 2024/2025 führten zu monatelangen Stromausfällen und verschärften die wirtschaftliche Belastung der Bevölkerung.

Regierungshandeln wird durch strukturelle Ineffizienzen, Korruption und eine ungelöste Budgetkrise geschwächt. Internationale Sanktionen und eine unveränderte Außenpolitik halten die wirtschaftliche Isolation aufrecht. Eskalierende Konflikte – darunter der Zusammenbruch des Assad-Regimes sowie direkte Angriffe auf iranisches Territorium – haben die regionale Position des Iran weiter geschwächt. 

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