Die Mongolei bleibt eine stabile Demokratie mit kompetitiven Wahlen, breiter politischer Teilhabe und einer aktiven Zivilgesellschaft. Die Parlamentswahl 2024 hat den politischen Pluralismus gestärkt, auch wenn Korruption, Eliteneinfluss und uneinheitlich durchgesetzte Bürgerrechte die Rechtsstaatlichkeit weiterhin begrenzen. Die Verfassungsänderung, die Doppelmandate ermöglicht, hat die institutionellen Kontrollmechanismen geschwächt, doch die demokratischen Strukturen bleiben funktionsfähig.

Die wirtschaftliche Leistung hat sich durch starkes Wachstum, fiskalische Stabilität und steigende ausländische Investitionen verbessert. Hohe Inflation, anhaltende Ungleichheit und eine schwach regulierte Marktordnung begrenzen jedoch eine inklusive Entwicklung. Eigentumsrechte werden ungleich durchgesetzt, und Infrastruktur sowie grundlegende Dienstleistungen weisen Lücken auf, während die fortgesetzte Abhängigkeit von Kohle die ökologische Nachhaltigkeit beeinträchtigt.

Die Regierungsführung wird durch strukturelle Herausforderungen, eine fragmentierte Verwaltung und politischen Einfluss begrenzt. Die politische Koordinierung bleibt inkonsistent, und Entscheidungsprozesse werden von Eliteninteressen geprägt. Die internationale Zusammenarbeit ist eine zentrale Stärke und spiegelt das konstruktive Engagement mit multilateralen und regionalen Partnern wider, auch wenn begrenzte Verwaltungskapazitäten die Umsetzung erschweren.

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