Die Wahlen 2019 und 2020 haben die politische Landschaft erheblich verändert. Die frühere Befreiungsbewegung SWAPO hat ihre Zweidrittelmehrheit im nationalen Parlament verloren und wurde in mehreren Regionen in die Opposition geschickt, wodurch die seit der Unabhängigkeit 1990 de facto bestehende Einparteienherrschaft in Frage gestellt wird.

Die anhaltende Rezession hat zu einer besorgniserregenden Staatsverschuldung geführt, während die sozioökonomischen Probleme immer größer geworden sind. Die engen Beziehungen zu China wurden weiter vertieft, und in Teilen des Bergbaus und der Bauwirtschaft dominieren weiterhin chinesische Wirtschaftsaktivitäten.

Die Bewältigung der COVID-19-Pandemie war anfangs von einer strengen und rigorosen Ausgangssperre geprägt, wobei die bürgerlichen Freiheiten bis auf wenige Ausnahmen nicht angetastet wurden. Repressive Tendenzen blieben auf das Fehlverhalten einzelner Polizeibeamter beschränkt.

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