Neben der Pandemie stellten der unverminderte islamistische Aufstand im Nordosten, die zunehmenden Glaubenskonflikte und die organisierte Kriminalität in Zentralnigeria und im Nordwesten, die anhaltende Piraterie an der Küste, professionelle Entführungen und Morde in vielen Teilen des Landes sowie die Gewalt im Nigerdelta große Herausforderungen dar.

Trotz dieser Herausforderungen ist es Nigeria gelungen, 2019 Präsidentschafts-, Gouverneurs- und Parlamentswahlen abzuhalten, die allerdings von Unregelmäßigkeiten geprägt waren. Insbesondere die Präsidentschaftswahlen wiesen gravierende Mängel auf und ebneten den Weg für eine zweite Amtszeit von Muhammadu Buhari.

Die nur halbherzig betriebene Anti-Korruptionskampagne hat keine nennenswerten Ergebnisse gebracht. Die Zunahme von Gewalt und Kriminalität deutet darauf hin, dass die endemische Korruption neue Ausmaße angenommen hat und die Militarisierung von Staat und Gesellschaft zunimmt. Sehr bescheidene Wirtschaftswachstumsraten gehen einher mit einem schlechten Management von Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten und einer hohen Arbeitslosenquote.

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