Nach den Wahlen von 2022 führten wechselnde Koalitionen zu drei Regierungsbildungen innerhalb von zwei Jahren, zuletzt mit der Rückkehr von K. P. Oli im Juli 2024. Die Übergänge verliefen jedoch friedlich und ohne größere Störungen, was auf eine zunehmende demokratische Konsolidierung hinweist. Die öffentliche Frustration über die politische Volatilität blieb dennoch hoch.
Die wirtschaftliche Erholung gewann an Dynamik, mit einem Anstieg des BIP-Wachstums auf 3,9 % im Jahr 2024 und einer sinkenden Inflation. Gleichzeitig stiegen die Arbeitslosigkeit und die Steuereinnahmen sanken, was strukturelle Schwächen verdeutlichte. Hohe Rücküberweisungen und der Ausbau der Wasserkraft stabilisierten die Lage.
Die Governance bleibt herausgefordert, begrenzt durch geografische Bedingungen, schwache Institutionen und die Abwanderung junger Menschen. Infrastrukturprojekte kamen voran, doch Unterauslastung und steigende Schulden – insbesondere bei chinesisch finanzierten Vorhaben – belasten die Entwicklung. Grenzkonflikte mit Indien und China bestehen trotz diplomatischer Bemühungen fort.