In den Jahren 2019 – 2020 war das politische System Serbiens weiterhin von der Dominanz einer einzigen politischen Partei – der Serbischen Fortschrittspartei – geprägt. Im Jahr 2020 wurden Parlaments-, Provinz- und Kommunalwahlen abgehalten, trotz des hohen Risikos durch die COVID-19-Pandemie. Da die wichtigsten Oppositionsparteien die Wahlen boykottiert haben, hat Serbien ein Parlament ohne echte Opposition.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie schrumpfte die Wirtschaft im Jahr 2020 um 1,5 %, doch wird eine rasche Erholung erwartet. Die Arbeitslosigkeit und die Einkommensungleichheit sind jedoch hoch, und fast ein Viertel der Menschen ist von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht; 7 % der Bevölkerung leben in absoluter Armut.

Die parlamentarische Kontrolle über die Exekutive ist nach wie vor begrenzt, was die demokratische Rechenschaftspflicht schwächt. Die Justiz ist nicht frei von politischem Einfluss und wird von Ineffizienz, Vetternwirtschaft und Korruption geplagt. Obwohl die Regierung seit 2014 mehrere wichtige Wirtschafts- und Steuerreformen eingeleitet hat, stellt das langsame Wirtschaftswachstum ein ernstes Problem für die Gesellschaft dar.

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