Die Wahlen im Jahr 2024 markierten das Ende der Übergangsperiode. Mahamat Déby festigte seine Macht durch eine Wahl ohne echte Opposition und sicherte sich damit uneingeschränkte Kontrolle. Repressionen gegenüber Oppositionsparteien, Journalist:innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen hielten an.

Die Wirtschaft ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft abhängig und gilt als einkommensschwach und finanziell instabil. Tschad zählt zu den Ländern mit den schwierigsten Lebensbedingungen weltweit. Steigende Inflation, Nahrungsmittelunsicherheit und die Auswirkungen des Klimawandels, darunter schwere Überschwemmungen im Jahr 2024, haben die Lage weiter verschärft.

Die außenpolitischen Beziehungen veränderten sich deutlich: Frankreich zog seine Militärpräsenz Anfang 2025 vollständig ab, während die Beziehungen zu Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten vertieft wurden. Mehr als 700.000 sudanesische Flüchtlinge verstärken den humanitären, ökonomischen und sicherheitspolitischen Druck, während bewaffnete Gruppen im Norden und Boko Haram im Tschadsee-Becken weiterhin eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

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