Präsident Idriss Déby-Itno wurde am 20. April 2021 bei einem Zusammenstoß mit einer Rebellengruppe getötet. An seine Stelle trat sein Sohn Mahamat Déby-Itno, womit er gegen die Verfassung verstieß, die vorsieht, dass der Parlamentsvorsitzende die Nachfolge des verstorbenen ehemaligen Präsidenten antritt. Die politische Opposition ist schwach und zersplittert und bietet der Bevölkerung keine politische Alternative.

Die makroökonomische Leistung ist nach wie vor schlecht. Das Regime profitierte von den Beschlüssen der G20 und des IWF, den durch die COVID-19-Pandemie verursachten finanziellen Belastungen durch den Erlass des Schuldendienstes und die Verlängerung der zuschussbasierten Schuldendiensterleichterung zu begegnen. Eine Diversifizierung der Wirtschaft ist jedoch dringend erforderlich, um die Abhängigkeit von den Ölpreisen auf dem internationalen Markt zu verringern.

Alle Reformen zielen darauf ab, den Zugriff des Präsidenten und der herrschenden Elite auf die Macht und die staatlichen Ressourcen zu sichern und aufrechtzuerhalten, was Raum für weit verbreitete Korruption lässt. Die Regierung hat die COVID-19-Pandemie genutzt, um die Freiheit der Opposition und der Zivilgesellschaft weiter einzuschränken und so Frustration und Protest einzudämmen.

Gesamten Länderbericht anzeigen