Nach den Wahlen von 2023 erweiterte sich der politische Spielraum in Thailand, doch aufgrund der Verfassung von 2017 und politisierter Institutionen blieb der Wettbewerb begrenzt. Der Senat blockierte den Kandidaten der Move Forward Party für das Amt des Premierministers und ebnete damit den Weg für eine von der Pheu Thai geführte Koalition unter Srettha Thavisin, der 2024 vom Verfassungsgericht abgesetzt und durch Paetongtarn Shinawatra ersetzt wurde. Die anschließende Auflösung der Move Forward Party und weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen schränkten den politischen Pluralismus weiter ein.
Die wirtschaftliche Erholung blieb trotz des Endes der Pandemie und einer gewählten Regierung schwach. Das Wachstum war gering und vor allem tourismusgetrieben, während strukturelle Einschränkungen und politische Unsicherheit die Leistungsfähigkeit belasteten. Fortschritte bei Diversifizierung und makroökonomischer Stabilität blieben begrenzt.
Das Regieren war durch konzentrierte Autorität, Einfluss des Königshauses und eingeschränkte Reformfähigkeit geprägt. König Maha Vajiralongkorn behielt umfassende Kontrolle über den Sicherheitssektor, gestützt durch zentrale Personalentscheidungen. Reformbestrebungen wurden vom Senat blockiert, was den Konsensbildungsprozess begrenzte und Rechenschaftsmechanismen schwächte.