Ugandas politische Transformation verschlechtert sich weiter, da die demokratische Regierungsführung geschwächt wird und politische Repressionen zunehmen. Präsident Yoweri Museveni hält die Macht fest in der Hand und sicherte sich eine weitere Amtszeit in den Wahlen von 2026. Der zivilgesellschaftliche Raum hat sich weiter verengt, Repressionen nehmen zu, und die Opposition ist fragmentiert. Die Achtung der Rechtsstaatlichkeit ist deutlich zurückgegangen: Oppositionspolitiker werden vor Militärgerichten angeklagt, die Unabhängigkeit der Justiz ist untergraben, und demokratische Institutionen werden systematisch ausgehöhlt.
Wirtschaftlich erholte sich Uganda rasch von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Das Wirtschaftswachstum stieg, während die Inflation erhöht blieb. Trotz des fortgesetzten Bekenntnisses zu marktwirtschaftlichen Prinzipien bestehen strukturelle Probleme fort. Hohe Armut und Arbeitslosigkeit, insbesondere unter der rasch wachsenden jungen Bevölkerung, belasten die sozioökonomische Entwicklung. Zudem bleibt der Beginn der Erdölförderung ungewiss.
Die Regierungsführung ist durch eine begrenzte Steuerungsfähigkeit gekennzeichnet. Zwar setzt die Regierung Entwicklungsprogramme um, doch gelingt es ihr nicht, zentrale strukturelle Herausforderungen, insbesondere die Massenarbeitslosigkeit unter Jugendlichen, wirksam anzugehen, was auf eingeschränkte strategische Planung und politische Reaktionsfähigkeit hinweist.