Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2021, aus denen Präsident Museveni als Sieger hervorging, waren von Unregelmäßigkeiten und unfairen Praktiken gegenüber der Opposition geprägt. Die Institutionen des Staates, die Sicherheitsbehörden und die Regierungspartei sind so miteinander verflochten, dass die Gewaltenteilung de facto aufgehoben ist. Die meisten Ugander:innen haben das Vertrauen in Wahlen verloren und glauben nicht mehr, dass ein friedlicher demokratischer Machtwechsel möglich ist. Das Misstrauen gegenüber der Regierung ist so groß wie nie zuvor.

Eine aufgeblähte Verwaltung, Korruption und eine inkonsequente Politikumsetzung schwächen die ansonsten günstigen wirtschaftlichen Wachstumsaussichten Ugandas. Die staatlichen Sozialhilfeprogramme waren unzureichend und erreichten nur einen kleinen Teil der bedürftigen Bevölkerung.

Uganda gilt nach wie vor als ein Stabilitätsanker in der Region. Sein internationales Ansehen ist jedoch durch zahlreiche Berichte über Korruption und Klientelismus sowie eine zunehmende Missachtung der demokratischen Grundsätze und Bürgerrechte getrübt worden.

Gesamten Länderbericht anzeigen