Die umstrittenen Wahlen von 2019 und 2020 haben die Herrschaft von Präsident Paul Biya weiter gefestigt. Der autokratische Charakter Kameruns verhindert weiterhin einen politischen und wirtschaftlichen Wandel. Zwar gibt es Inseln der Reform, doch die Regierung Biya verhindert weitgehend einen echten Wandel.

Der politische Diskurs wird von der anglophonen Krise beherrscht, welche weiterhin die Integrität des Staates, die soziale Integration und die sozioökonomische Entwicklung erheblich beeinträchtigt. Trotz einer deutlichen Schwächung der sezessionistischen Milizen bleibt der Konflikt in den englischsprachigen Regionen ungelöst.

Kamerun verzeichnete weiterhin ein positives Wirtschaftswachstum und moderate makroökonomische Bedingungen. Die Korruption im öffentlichen Sektor und die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft sind jedoch nach wie vor die Haupthindernisse für ein breiteres Wirtschaftswachstum.

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