Präsident Félix Tshisekedi festigte seine Macht nach den umstrittenen Wahlen im Dezember 2023, die von Betrugsvorwürfen überschattet waren. Patronagenetzwerke und weit verbreitete Korruption schwächten die demokratischen Institutionen weiter und schränkten den politischen Wettbewerb ein.

Das Wirtschaftswachstum blieb stark von Mineralienexporten abhängig, die den Großteil des BIP-Wachstums ausmachten. Davon profitierte die breite Bevölkerung jedoch nicht: Mehr als 70 % leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Landwirtschaft stagniert, die Infrastruktur ist unterentwickelt, und das Land bleibt auf internationale Unterstützung angewiesen. Umweltzerstörung durch illegalen Bergbau und Abholzung verschärft die langfristigen Entwicklungsrisiken.

Versprochene Reformen wurden nicht umgesetzt, und die schwache staatliche Steuerungsfähigkeit untergräbt die Governance zusätzlich. Die Sicherheitslage im Osten verschlechterte sich weiter, da bewaffnete Gruppen zentrale Gebiete kontrollieren. Korruption und Ressourcenmangel begrenzen die staatliche Handlungsfähigkeit, während Millionen Menschen vertrieben und der Gewalt ausgesetzt sind.

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