Honduras hat seinen autoritären Kurs fortgesetzt. Die Regierung von Präsident Juan Orlando Hernández hat alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um die Opposition zum Schweigen zu bringen, sei es innerhalb oder außerhalb des Kongresses. Dazu gehört insbesondere die Ausschaltung aller Mechanismen der Rechenschaftspflicht und Kontrolle.

Im Jahr 2019 wuchs die Wirtschaft um 2,7 %, und der Anteil der in Armut lebenden Menschen ging leicht zurück. Die Regierung nutzte die relativ gute Wirtschaftsleistung von Honduras als Deckmantel für ihre zunehmend autoritären Tendenzen. Die COVID-19-Pandemie und die Überschwemmungen im November 2020 haben die Wirtschaft jedoch erheblich beeinträchtigt.

Im Januar 2020 kündigte der Präsident die Auflösung der Mission to Support the Fight against Corruption and Impunity in Honduras (MACCIH) an, nachdem mehrere groß angelegte Korruptionsfälle aufgedeckt worden waren. Die Pandemie deckte eklatante staatliche Defizite auf. Der Sieg der Oppositionskandidatin Xiomara Castro bei den Präsidentschaftswahlen im November 2021, die nach dem Untersuchungszeitraum des BTI stattfanden, eröffnet jedoch eine Chance für Demokratisierung und mehr Rechenschaftslegung.

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