Die sehr verzerrten, von Korruption geprägten Parlamentswahlen im Jahr 2020 führten zu Protesten, die den Präsidenten Sooronbay Jeenbekov stürzten und Sadyr Japarov an die Spitze des Landes brachten. Seitdem befindet sich Kirgisistan in einer politischen Krise, die von einer illegitimen Führung bis hin zu einer unter vielen Vorzeichen gespaltenen Bevölkerung reicht.

Nach einem Jahr relativer Ruhe 2019 mit einem BIP-Wachstum von über 4 % waren die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 äußerst schädlich. Die Abriegelung und andere Beschränkungen waren die wichtigsten negativen Faktoren, die die Wirtschaft fast zum Stillstand brachten.

Die durch die Pandemie ausgelöste Krise hat alle Schwächen der Regierung, die Auswirkungen von Korruption und Inkompetenz sowie aber auch eine bemerkenswerte zivilgesellschaftliche Solidarität offenbart. Kirgisistan braucht dringend eine Führung, die das Land stabilisiert, die Rechtsstaatlichkeit und die Legitimität der Regierung wiederherstellt, die Wirtschaft wiederbelebt und die gespaltene Gesellschaft wieder zusammenführt.

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