Zwischen 2023 und 2025 festigte Kirgisistan sein autokratisches politisches System weiter. Der zivilgesellschaftliche Raum und die Freiheiten der Opposition wurden weiter eingeschränkt. Das Staatliche Komitee für nationale Sicherheit intensivierte die Repression, indem zahlreiche Personen wegen vermeintlicher politischer Vergehen auf Grundlage von Social-Media-Aktivitäten verhaftet wurden. Trotz mangelnder Transparenz und Rechenschaftspflicht hielt Präsident Sadyr Dschaparow’s Popularität weiter an.
Die Wirtschaft wuchs um 9 %, angetrieben durch Einnahmen infolge des Kriegs in der Ukraine, höhere Goldexporte und den Bausektor. Verbesserte Steuerverwaltung ermöglichte höhere Sozialausgaben, doch willkürliche Strafverfolgung gegen Unternehmen senkte das Vertrauen und verdeutlichte die Schwächen des Rechtsstaats im Wirtschaftsbereich.
Die wachsende Macht des Staatlichen Sicherheitskomitees gefährdet die institutionelle Stabilität und schwächt die innerstaatlichen Kontrollmechanismen. Der zunehmende Einfluss russischer Propaganda untergrub unabhängige politische Entscheidungsprozesse und vertiefte Kirgisistans geopolitische Abhängigkeit.